Das Schaffen eines geeigneten Mikroklimas ist der Schlüssel zum Erfolg. Grosse Steine, Windschutz und möglicht viel Sonne bei gleichzeitig nicht zu nassem Stand (u.U. Drainage) sind genau das Richtige. Trockenmauern, Steinrabatten oder die Südseitige Hausmauer sind beste Standplätze für Freilandversuche. Generell gilt: probieren geht über studieren; Ausdauer und Hartnäckigkeit sind gefragt. Wichtig ist die Kenntnis des Grundklimas, worauf sich die optimale Pflanzenwahl abstützen sollte.
Creating a suitable micro-climate is the key for a successful planting. Huge stones, protection from winds, a sunny position and good drainage are essential. Rock walls, stone-hills and soth facing walls are the right things to look after. Generally spoken: try and error! Every situation is different and a plant may do well in one spot of your garden and die in another. You need a lot of patience and a good knowledge of your climate and of plants and their needs.
Dunkelrote Hauswurz-Hybride


Oben: Bepflanzte Schwergewichtmauer,
2 Jahre nach Erstellung (Bau)
Die Natursteinmauer beteht aus Alpenkalk (Oberjura, helvetische Decken der Region Sargans)
Unten: Agave parryi var. couesii

Hylotelephium telephium
Nachfolgend werden einige Beispiele und Erfahrungen präsentiert.
Es handelt sich keineswegs um abschliessende Listen.
Lewisia cotyledon (Hybride)
Schwergewichtmauer
Rock wall.
This is the best you can do! The huge stones keep the warmth of the day and slowly relese it at night. The roots in between will not dry out quickly. It's the best place for a xeric planting in a cool wet climate.
We get more than one meter precipitation during the year and frost can occasionally drop to -15C. So, micro-climartic optimization is essential!Krönung der Möglichkeiten eines mitteleuropäischen Xerophytengartens ist eine nach Süden ausgerichtete Schwergewichtmauer. Grosse Steinblöcke speichern Wärme auch im Winter und halten Wurzeln vor Witterungsextremen fern. Dunkle Steine sind vorteilhaft. Generell ist die Verwendung von Steinen, die in geologisch logischer Entfernung vorkommen, ökologisch und ästhetisch sinnvoll. Zu regelmässige Formen sind zu vermeiden (Gneisquader), die engen Fugen lassen kaum eine schöne Bepflanzung zu. Sprengbohrlöcher, die sich oft an den Gneisquadern finden, sind der Ästhetik ebenfalls kaum förderlich. Fugen werden mit lehm- und Gartenerde und Kies und Schotter (eckig) gefüllt, um den Wurzeln Halt, Feuchtigkeit und Nährstoffe zu geben. Eine spezielle Drainage ist nicht erforderlich. Es empfiehlt sich aber, nach Starkregen das Trocknungsverhalten zu studieren und an nässesten Stellen nicht empfindliche Pflanzen einzusetzen. Hinter der Mauerrkrone lässt sich die Xerophytenanlage weiter ziehen und natürlich aussehend in eine Schotter-Kies-Steinlandschaft übergehen.
Mauerbau (2007)

Die Mauer blüht (2009)

Freilandbeete / open beds
Eine Südseiteige Hauswand ist der nächstbeste Standort im Garten. Liegt ein Dachvorsprung vor, können hier auch empfindliche Pflanzen ausprobiert werden. Die Verwendung grösserer Steine beugt einer Verunkrautung vor.
Bei anderen Freilandbeeten ist auf erhöhrte Lage (Hügelbeet), Süd- und Sonnenlage, gute Drainage und ausreichend grosse Steine zu achten. Für mich haben sich schwarze Alpenkalksteine (Jura des Helvetikums) bewährt: sie sind ausreichend winterfest und speichern die Wärme im richtigen Ausmass, ohne im Sommer gleich zu überhitzen. Dunkle Granite oder dunkler Basalt hat ein noch höheres Wärmespeichervermögen. Beim Bau einer Anlage sollte u.U. auch auf die lokale geologische Umgebung geachtet werden. Kürzere Transportwege sind zudem ökologisch sinnvoll. Kleinere Anlagen können mit selbst gesammelten Steinen erstellt werden, bei grösseren Anlagen wird man schnell mal 2-3t Steine bestellen müssen...Rabatte entlang Haus-Südseite
(Bild folgt)
Steine zum Bau von Freilandbeeten

Tröge, Schalen / troughs
Tröge und Schalen bieten weitere Pflanzgelegenheiten. Zur Gewichtsverminderung kann hier mit reichlich Syroporbruchstücken gearbeitet werden. Es braucht keine Abgrenzung zur Erde und der Bepflanzung: Die Sukkulenten wurzeln zwischen, teils auch in den Styropor hinein. Bei den Pflanzgefässen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe schon alte Wanderschuhe mit Hauswurzen bepflanzt gesehen...!
Ein Ziegel, mit Hauswurz bepflanzt

Töpfe / pots
Für Tests, zur Vermehrung und wegen der Flexibilität sind natürlich auch Topfkulturen immer wieder gefragt. Vorsicht vor zu kleinen Töpfen (Austrocknungsgefahr) und vor schwarzen Kunststofftöpfen (Verbrennungsgefahr im Hochsommer).
Klima, Klimaentwicklungen,
...
Klimakatastrophe ?!
Some thoughts about climate, climate change and the real causes and threats.
Alles spricht von "global warming" - was ist das tatsächlich?
Klimaveränderungen gab es jederzeit mehr oder weniger ausgeprägt. Wenn wir also von "global change" sprechen, ist das korrekt. "Ökofreaks" wollen uns weismachen, die Klimaforschung wüsste alles und könne eine Klimaerwärmung recht präzise voraussagen: Fehlanzeige! Selbstverständlich bildet der inzwischen in irrsinnig grosser Individuenzahl auf der Erde lebende Mensch mit seinen Aktivitäten einen wesentlichen Faktor in der Geschichte und beeinflusst auch das Klima. Es ist aber völlig vermessen zu behaupten, wir wüssten um den Einfluss all der einwirkenden Faktoren ausreichend Bescheid, um vernünftige Prognosen anzustellen. Nicht einmal die genauen Ursachen und Prozessabläufe die zu den vergangenen Eiszeiten geführt haben, sind uns restlos bekannt! Eine weitere Eiszeit ist wie eine Superwarmzeit ein nicht unwahrscheinliches Zukunftsszenario, das uns bereits in ein paar Generationen beschäftigen könnte. Aller Spekulationen und Prognosenunsicherheiten zum Trotz: Der Mensch hat eine Verantwortung gegenüber seiner Umwelt. Er verursacht derzeit das grösste Massenaussterben seit Langem, beeinflusst seine eigene Lebensqualität und stellt langfristig sein Überleben in Frage, nicht jedoch das Überleben des Lebens insgesamt auf diesem Planeten. Damit tragen wir Verantwortung für unser Gesamtschicksal und es darf angezweifelt werden, ob der Mensch in der Lage sein wird dieses zu seinen Gunsten zu managen.
2011. Inzwischen habe ich mehr über die "Klima-Lüge" gelesen: es ist in erster Linie ein Riesengeschäft mit der Angst! So hat z.B. die Kirche bereits vor Jahrhunderten vorgezeigt, wie man aus Angst Kapital schlägt, und sie war dabei nicht mal Erfinderin dieses Geschäftes!
Nun sind es eben CO2-Handel, zusätzliche Auflagen, Gesetze etc. die den kleinen Bürger zu Gunsten einiger Grosser bevormunden. Es wird eine Ideologie verkauft, wissenschaftliche Realität wird tunlichst unterdrückt (die Wissenschaft, die sich einst endlich von der Kirche frei sprechen konnte, macht sich nun einer politisch motivierten Ideologie untertan!). Viele hehre Menschen mit gutem Glauben lassen sich hier einspannen, ohne den Missbrauch und den Riesenschwindel dahinter zu bemerken.
Die Hauptbedrohung ist und bleibt jedoch der jährliche Zuwachs an Menschen - damit lässt sich der Energiebedarf weltweit niemals stoppen. Doch wie und wo bringt man hier eine gesteuerte Einschränkung zustande?
DAS ist die wirkliche HERAUSFORDERUNG der Menschheit. Klimaschwankungen wird es immer geben und es bleibt dem Menschen nur übrig, adäquat darauf zu reagieren und Schlimmeres zu vermeiden. Die direkte Umweltbeeinflussung und Lebensqualität sind aber tatsächlich in der Hand der Menschen! Bedroht sind dabei Lebensvielfalt (Biodiversität) und letztlich auch das Überleben der Spezies Mensch - das Leben geht aber so oder so weiter...Der Winter 2009/10 war ungewöhnlich kalt. Seit Mitte Dezember haben sich wiederholt mit kurzen Zwischenphasen Kaltluftströmungen aus NW und besonders ausgeprägt aus NE eingestellt. Augenfälligste Auswirkungen waren etwa die völlig und lange zugefrorene Ostsee, oder Schnee und Eis in Grossbritannien und kürzlich gar in Barcelona. Teil des Phänomens dürfte eine ausgeprägte "El Niño"-Konstellation im Pazifik sein. Man kann weiter spekulieren, ob die Kälte und die geänderten Strömungen gar Einflüsse auf tektonische Entlastungsprozesse haben könnten (Erdbeben in Haiti, Chile, Türkei etc.). Bleibt zu hoffen, dass das Klimaregime sich wieder einpendelt - ich würde es meinen exotischen Freilandpflanzen und auch mir selbst gönnen...
Zwar sind die Temperaturen bei uns in diesem Winter nicht unter -17C gefallen, haben aber mehrmals etwa diesen Wert erreicht. Zudem war die Zahl der Eistage (= auch Tagestemperaturen unter dem Gefrierpunkt) unglaublich hoch (weitere folgen möglicher Weise gar noch!). Frostschäden sind also vorprogrammiert. Neben den absoluten Minima ist nämlich bei vielen Exoten die Frosteinwirkungsdauer für das Überleben mitentscheidend. Im März müsste in unseren Breiten normalerweise die Vegetationsperiode beginnen...
Auch der Sommer 2010 war nur mässig warm und recht nass. Ab November herrschte bereits harter Winter, was bis jetzt (Januar 2011) andauert. Die Extreme unter -15C blieben bei uns am Zürichsee bisher glücklicher Weise aus, aber der Winter ist ja noch nicht vorbei!
Global warming? vielleicht, aber keineswegs dramatisch. Und bitte nicht vergessen, frühere Warmzeiten nannte man auf der Nordhalbkugel übrigens jeweils "Klima-Optimum"! Das hatte durchaus gute Gründe. Katastrophal waren nämlich Kühlphasen wie die "kleine Eiszeit" vor rund 200 Jahren, als ganze Ernten ausfielen und Hungersnöte herrschten! Es ist eben alles relativ. Heute leben Menschen an Orten, die noch vor Jahrzehnten als unbewohnbar und "tabu" galten - kein Wunder also, dass es bei Extremwitterungen dann immer wieder zu "Katastrophen" kommt!