Palmen und andere / Palms and others

 



Immer mehr Gartenfreunde begeistern sich für Palmen und stellen dabei fest, dass die Chinesische Hanfplame (die Fächerpalme, die man im Tessin häufig antrifft) auch nördlih der Alpen an gechützten Lagen im Tiefland ausreichend winterfest ist. Dass es noch weitere Fächerpalmen gibt, die bei uns überdauern können, ist dagegen weniger bekannt.
Weiter gibt es unter den Bananen- und Ingwergewächse eine Anzahl Arten, die zwar im Winter oberirdisch absterben, aber aus dem Rhizom im Frühling wieder willig austreiben und auch zur Blüte gelangen können.
Bei den Nadelghölzen sind ebenfalls einige Exoten zu nennen -  man findet sie teilweise in botanischen Gärten ausgepflanzt.
Unter den laubblättrigen Gehölzpflanzen befindet sich eine grosse Anzahl versuchenswerter Exoten, von denen hier ebenfalls einige vorgestellt werden.

More and more gardeners of the Zurich area have found out that the chinese windmill palm (The palm tree from the Ticino, Trachycarpus fortunei) is quite hardy here as well. That there are even more hardy fan-plams is less known. Aso, there are hardy bananas and ginger. They die of down to the surface, but rhizomes and if protected the stems will resprout. These plants give a very exotic touch to your garden. Bei den Nadelghölzen sind ebenfalls einige Exoten zu nennen -  man findet sie teilweise in botanischen Gärten ausgepflanzt.
Among conifers, there are hardy exotics too, like Araucaria arucana or even Wollemia nobilis.
And some other hardy exotics well be presented here.



eine kleine Araucaria araucana im Schnee
a tiny araucaria in the snow




 

Oben: Trachycarpus fortunei mit Rauhreif (above)

Unten: Trachycarpus nanus (below)
 

Eriobotrya japonica mit Rüsselkäferfrass (unten)





Trachycarpus nanus mit Fruchtansatz









 

Trachycarpus wagnerianus (Wagners Hanfpalme)

 


Nachfolgend werden einige Beispiele und Erfahrungen präsentiert.
Es handelt sich keineswegs um abschliessende Listen.

Trachycarpus fortunei im Gegenlicht


 
  Arecaceae, Palmen:

 Trachycarpus

Try the various Trachys. Mostly they even regenerate well after winter damage, just beware of fungus in early spring then. However, once established they hardly die because of a harsh winter.  If you have a fruiting palm, spread the seeds and you will have seedlings everywhere, just funny.

Empfehlenswert im Weinbauklima:
T. fortunei
T. wagnerianus
T. takil
T. nanus
T. sp. "Nu Jiang"


Einige Trachycarpusarten gehören zu en robustesten Palmen. Sie wachsen bereits bei moderaten Temperaturen im Frühling und Herbst und halten teils Fröste unter -15C aus. Oben genannte Arten stehen bei mir seit einigen Jahren ungeschützt im Garten, an bevorzugten Pflanzorten. In Extremwintern ist es u.U, ein Risiko. Am Zürichsee war dies in den 90er Jahren letztmals der Fall, als ich einige Ausfälle zu verzeichnen hatte.  
Trachycarpus fortunei mit Fruchtschmuck 

 



 
 Arecaceae, Palmen:

 Sabal

My Sabal minor plants either died or are still looking the same... A tricky plant if grown outside from seedling. Maybe easier when adult.

S. minor
S. texensis

Ich habe nur von Sabal minor eigene Erfahrunen vorliegen. Diese Palmenart wächst in unserem Klima sehr langsam., zumindest als kleine Jungpflanze.
 
 Sabal minor
 Arecaceae, Palmen:

 Rhapidophyllum

Leaf size, shape and colour make it very attractive. But this sprouting species is very slowly growing.
R. hystrix

Diese Palmen zeichnet sich durch Stacheln an der Blattbasis aus, wodurch sie sehr abweisend und wehrhaft wird. Ich habe eine Jungpflanze, die seit 15 Jahren bei mir ausgepflanzt steht. Eine äusserst robuste aber langsam wachsende Pflanze. Die Palme sprosst an der Basis.
 Rhapidophyllum hystrix

 Arecaceae, Palmen:

 Serenoa

This palm has thorns at the leaf bases and it can sprout. But it is dreadfully slow in our climate! 
S. repens

Diese Palme hat Dornen entlang dem Blattstiel. Auch dies ist eine sehr, sehr langsam wachsende Palme. Die Palme sprosst an der Basis
 
 Serenoa rpens



 Arecaceae, Palmen:

 Chamaerops

Our winters are to harsh for this small european fanpalm. However, it is easily protected due to its small size. One unprotected palm grows for ten years, but due to winter losses of leafs has hardla grown. 
Chamaerops humilis
Butia capitata

Die kleine Fächerpalme Chamaerops wächst Zirkummediterran. Einige Sorten halten bis -10C aus, darunter wird es zumindest für die Blätter kritisch, Winterschäden sind der Normalfall. Die Palme sprosst an der Basis. Da die Palmen klein bleiben, kann leicht ein Winterschutz angebracht werden. Meine drei Pflanzen stammen von unterschiedlichen Quellen. Am widerstandsfähigsten scheint die Aussaat von Palmen die am Gardasee wuchsen zu sein. Sie wachsen sehr langsam
Nachdem ich sehr günstig zu einer Gelée-Palme (Butia capitata) gekommen bin, habe ich diese gleich füreinen Freilandversuch ausgepflanzt. Vlies und Mulchen sind natürlich Pflicht. Im kommenden Sommer weiss ich dann mehr...
 Chamaerops humilis

 Arecaceae, Palmen:

 Butia

My butia has survived the last winter, just protected with a jacket of dead leafs. However, this palm grows very slowly. 
Im Sommer 2010 konnte ich günstig eine Butia capitata (Argentinische Geleepalme) erwerben. Sie wurde an sonniger Stelle im Garten gepflanzt und mit Gartenplatten umgeben. Im November wurde rechtzeitig ein Schutz mit guter Laubmulchung angebracht. Ich rechne nach dem Winter mit Blattschäden, hoffe aber auf ein insgesamt gutes Überleben mit rascher Regeneration. Weitere Berichte dazu werden hier folgen. Butia capitata

Butia capitata
 Musaceae, Bananengewächse:

 Musa

If you protect the stem of your hardy banana it will regrow from there, otherwise the rhizome will resprout. The plant can easily attain 3m and gives your garden a tropical look. Don't expect fruit, even if your plant manages to flower.
M. basjoo

Die als japanische Faserbanane bekannte Pflanze dürfte die einzige wirklich gut "winterharte" Bananenart darstellen. Sie überlebt im Weinbauklima auch Extremwinter, falls sie gut gemulcht wurde. Ich umstelle jeweils Anfang Dezember die "Stämme" mit einem Kunstbambuszaun und fülle das Ganze auf über 1m mit Herbstlaub von verschiedensten Bäumen auf. In normalen Wintern überlebt so  zumindest deren Basis und der Neuaustrib erfolgt aus dem alten "Stamm" rasch und kräftig. Ob nach dem Winter 2009/10 nur die Rhizome überlebt haben und ganz neu austreiben müssen? In wenigen Monaten ist man schlauer... Tatsächlich haben die drei Scheinstämme überlebt. Zwei sind gewachsen, einer hat stagniert: Nun ist dort eine Blüte erschienen! (Sep/Okt 2010)

Mit der "Himalajabanane", Musella lasiocarpa, hatte ich nur nach einem ganz milden Winter Glück, den nächsten "Normalwinter" überstand sie nicht, allerdings war sie nur relativ wenig gemulcht.
 Musa basjoo


 Zingiberaceae, Ingwergewächse:

 Hedychium

Do you know hardy ginger? They have very exotic flowers! In the second year with me the rhizome has resprout with three strong shoots. Flower is expected in september.
H. sp.

Bis jetzt habe ich erst wenig Erfahrungen mit Hedychium, aber die herrlichen Exemplare im Belvoirpark in Zürich haben mich zu einem Versuch inspiriert. Wahrscheinlich reicht winterliches Mulchen wie bei der Faserbanane. Rhizome, die ich im Frühling erhalten hatte, hatten an drei von vier Trieben bereits geblüht - allerdings im September als ich im Ausland weilte.... Ich hoffe nun auf Wiederholung des Blühereignisses im kommenden Jahr.
 Hedychium sp.

  Araucriaceae,  
 "
Urweltnadelbäume": 

 Araucaria
 Wollemia

While Araucaria araucana is widespread, Wollemia nobilis is still rare. Its hardiness is borderline north of the Alps. With some winter protection it is worth trying. 

A. araucana
W. nobilis

Diese beiden "Urweltnadelbäume" sind erstaunlich frostfest. A. araucana der chilenischen Anden ist in Mitteleuropa schon länger erprobt.
Von Wollemia stehen Langzeitversuche noch aus, aber Frost von -10C scheint sie problemlos wegzustecken. Ihre Fähigkeit, aus der Basis auszutreiben ist sicher ein grosser Vorteil. Im vergangenen Winter habe ich "meine" Wollemia verloren, u.a. wegen ungünstigem Standort. Auch auf der Insel Mainau hat eine grössere Wollemia nicht überlebt. Dagegen hat ein Wollemia-Bäumchen im Garten vom Sauriermuseum Aathal überlebt, allerdings gab es selbst hier markante Schäden - offensichtlich entsprach dieser Winter mit den lange andauernden Frostperioden dem Limit für ein Überleben von Wollemia.
 Wollemia nobilis
 Fabaceae, Hülsenfrüchtler:

 
Seidenbaum: 
 Albizia

It is the only hardy species. I grew it from seed of local plants. No flowers yet.
A. julibrissin

Dies ist die einzige frostfeste Art der Gattung, dafür aber etwa gut frostfest bis Zone 7 oder sogar 6. Meine drei kleinen Seidenbäume habe ich aus Samen von hiesigen Kulturpflanzen gezogen. Eine ist bereits über mannshoch. Noch haben meine Pflanzen nicht geblüht.
 
 Albizia julibrissin

 
 Ebenaceae, Ebenholzgewächse:

 
Kaki 
 Diospyros

There are many culture-types with a mixture of asian and north american species. My plants are from seed of fruit locally cultivated.


D. kaki

Meine Kakibäumchen wurden aus Samen gezogen. Heutige Kakifrüchte sind meist samenlos. In grösseren Gärtnereien gibt es Fruchtsorten, diese sind aber ev. weniger frostfest.

Nordamerikanische Arten der Gattung Diospyros sind eventuell frostfester, haben aber kleinere und teils ungeniessbare bis weniger schmackhafte Früchte. Es gibt aber auch zahlreiche Kreuzungen verschiedener Arten.
 
Diospyros kaki

Diospyros kaki
 Araliaceae, Araliengewächse:

 Fatsia

Most people know this plant as indoor-plant. Don't hesitate to grow it in a half shaded part of your garden and it will develope into a beauty with a very exotic look.

F. japonica

Fast zwingend für einen Exotengarten ist die Verwendung von Fatsia japonica an halbschttigen Plätzen. Die Pflanze ist den meisten Personen als Zimmerpflanze bekannt, sie ist jedoch sehr frostresistent und ihre Blätter haben eine sehr exotische Ausstrahlung. Die Pflanze ist mit dem einheimischen Efeu, Hedera helix, verwandt. Es gibt auch eine Kreuzung zwischen den beiden Gattungen, die als "Fatshedera" bezeichnet wird. Jetzt im Oktober 2010 zeigen sich an einer halbsonnig gezogenen Pflanzen die Knospen eines Blütenstandes - mal sehen wie sich dieser weiter entwickelt.
 Fatsia japonica

Fatsia japonica
 Moraceae,Mauleergewächse:

 Feigenbaum
 Ficus

This rarely seen fig from Afghanistan has narrow, deeply cut leafs. Once established, it seems to grow quite well.

F. carica
F. afghanistanica

Die "gewöhnliche" Feige ist mit verschiedenen Sorten im Angebot. Viele sind ausreichend winterhart nördlich der Alpen, andere frieren häufig bodeneben zurück.

Die selten erhältliche, viel zierlichere und geschlitztblättrige F. afghanistanica ist bei mir erst seit 2009 in Kultur. Sie hat diesen Sommer wieder gut ausgetrieben und ist etwas gewachsen, insgesamt aber doch eher als langsamwüchsig zu bezeichnen.
 Ficus afghanistanica

Ficus afghanistanica
 Annonaceae:

 Indianer-Banane, Paw-Paw
 Asimina

This is a North American hardy relative of the tropical Cherymoya. Its fruit is edible, but you need two different clones to pollinate! Self-fertile variety has turned out not to be self-fertile to me! 

A. triloba

Aus der Verwandtschaft der Cherimoya die einzige Art, die Frost verträgt, und wohl bis Zone 6 winterhart ist. Sie stammt vom Nordwesten der USA. Das Laub erinnert etwas an eine Avovado-Pflanze. Die Früchte sollen Chrimoya-ähnlich schmecken. Meine veredelte Pflanze, angeblich selbstbefruchtend, hat noch nicht geblüht, ist aber auch so ganz hübsch. Wächst recht langsam.
 Asimina triloba


 Moraceae, Maulbeergewächse:

 Osagedorn
 Maclura

This north American, thorny tree produces huge showy but not edible fruit.


M. pomifera

Im alten Botanischen Garten von Zürich, der heute ein kleiner Park im Herzen der Stadt ist, muss jeden Herbst bei eine weiblichen Pflanze von M. pomifera eine erklärende Tafel angebracht werden. Die grossen Früchte, in Zürich samenlos, erstaunen die Passanten. Sie sind nicht essbar.

Aus Dallas (Texas, USA) habe ich Samen mitgebracht und im Garten wachsen nun einige Bäumchen heran. Bleibt zu hoffen, dass sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen darunter sind.  
Maclura pomifera
 Fabaceae, Hülsenfrüchtler:

 Gleditschie, Lederhülsenbaum
 Gleditsia

This tree comes from North America and has three-pointed thorns which even grow on the stem. My plants from texas have smaller leafs than the plants usually found in european parks.

G. triacanthos

Der aus Nordamerika stammende Baum ist an Zweigen und besonders am Stamm mit wehrhaften dreispitzigen Dornen bewehrt. Am Stamm erscheinen jährlich neue Dornen, so dass richtige Dornennester entstehen können. Die Fruchtschoten sind je nach Standort und Sorte 20-60cm lang, gerade oder verschiedentlich gebogen und gedreht. Im Gegensatz zu meinen Jungpflanzen von Nachzuchten europäischer Parkbäume, sind diejenigen von Pflanzen aus Texas zierlicher wachsend und haben kleinere Fiederblättchen.
Gleditsia triacanthos

Gleditsia cf. triacanthos
Fagaceae, Buchengewächse:

  Edelkastanie, Maronibaum
 Castanea sativa

This tree is wide spread in the southern Alps (Ticino). You need some space and 10-20 years to get a nice fruiting tree. From spring to autumn it is a very attractive plant. The fruits are used for Vermicelle, a traditional desert. 
C. sativa

Der in der Schweiz besonders im Tessin verbreitete Baum hat eine eigene Ausstrahlung. Man sollte ihm ausreichend Platz geben und es braucht schon 10-20 Jahre, bis er auch schön blüht und fruchtet. Laub, Blüten und Früchte bilden eine wechselnde Zierde von Frühling bis Herbst (Bilder: Hombrechtikon)

Edelkastanie - Frucht
Catsanea sativa

Edelkastanie in Blüte