Andere Fossilien


Stopfbau (Wühlspur)





























Stopfbau (Wühlspur) aus der USM. Urheber kann etwa ein Krebs oder ein Wurm gewesen sein.









Eher selten sind fossile Organismenreste von Insekten oder Vögeln etc. zu finden, obwohl diese auch zur Molassezeit in grosser Zahl vorkamen. Es finden sich aber etwa nicht selten Splitter von Vogel-Eischalen, diese sind meist nur wenige mm gross und weden daher gewähnlich übersehen, wenn man nicht mit mikropaläontologischen Methoden arbeitet.
Spurenfossilien finden sich häufig, sie sind aber meist nicht leicht zu deuten und ihre Urheber bleiben oft unbekannt.

Diagenetische Prozesse führten zu Mineralisationen, in Gesteinsporen, Klüften und Fossilhohlräumen. Nur wenige Mineralien sind aus der Molasse nennenswert:

Kalzit, CaCO3
Weit verbreitet. Kristalle meist nur wenige mm gross. In Klüften der subalpinen Molasse gelegentlich bis einge cm gross.

Pyrit, FeS2
Schwefelkies ist meist an Organismenreste gebunden, besonders inkohlte Holzreste, Knochenreste und Schnecken. Einzelne Pyritkristalle erreichen sleten mehr als knapp einen mm.

Gips, CaSO4*xH2O
Als Verwittrungsprodukt von Pyrit entsteht schweflige Säure, die mit dem allgegenwärtigen Kalzit zu Gipsbildung führt. Gipskristalle kommen als wenige mm-grosse Rhomben in Kohlelagern, sodann in Mergeln auf verwittertem Pyrit in bis cm-grossen Nadeln vor.

Baryt, BaSO4
Als selteneres Mineral in Hohlräumen eines Süsswasserklkes von Zürich mit bis 1cm grossen Kristallen. Andernorts in der Molasse in Poren von Sandsteinen und der Spongiosa von fossilen Knochen.

Quarz, SiO2
In der Unteren Meeresmolasse (sublapine Molasse) des Trepsenbaches konnte ein 1mm grosses Quarzkriställchen in einer kalzitischen Kluft gefunden werden. Sonst tritt Quarz meist nur gebunden an verkieselte Hölzer in meist unter 1mm grossen Kriställchen auf.

Barytkristall im hohlen Innern einer fossilen Planorbis-Schnecke









 
Pyritkristalll, für einmal nicht aus der Molasse, sondern aus dem Alpenkalk von Balzers (FL) aus unserer Schwergewichtmauer